Dieser August war anders. Nicht, weil besonders viel passiert ist, sondern gerade weil ich vieles nicht gemacht habe.
Ich bin diesen Monat nicht gereist. Nicht in meine Heimat und auch nicht an einen anderen Ort. Warum? Weil ich einfach keine Lust auf überfüllte Strände, volle Orte, Flughäfen, Flugzeuge und Züge hatte. Ich wollte meine Ruhe. So wenig Menschenmengen und äußere Reize wie möglich.
Und genau das habe ich mir erlaubt.
Ich habe im August auch nicht wirklich gearbeitet. Oder besser gesagt: Ich habe meine Arbeit auf ein Minimum reduziert. Nicht, weil ich keine Ideen oder keine Aufgaben hatte, sondern weil ich Abstand brauchte. Ich wollte wieder einen Überblick bekommen, ein paar Gedanken sortieren, Pläne für die Zukunft machen und vor allem: mich ein bisschen bremsen.
Ich habe viele Treffen abgesagt und meine Informationen von außen stark reduziert. Weniger Nachrichten, weniger Input, weniger Dinge, die meine Aufmerksamkeit beanspruchen. Und überraschenderweise hat sich das sehr gut angefühlt.
Ich habe keine Kleidung gekauft – obwohl ich das normalerweise wirklich gerne mache.
Ich habe insgesamt weniger konsumiert, weniger geplant und weniger gemacht. Und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt.
Vielleicht war genau das das Schönste daran.
Es gab Treffen – aber vor allem mit Menschen, die mir wirklich wichtig sind. Es gab Lektüre, allerdings eher leichte Bücher. Ich war natürlich auch draußen in Restaurants, aber entweder in wirklich guten oder eben gar nicht. Ich bin gewandert und habe mich dabei auf meine unmittelbare Umgebung konzentriert. Und dabei wieder einmal gemerkt, wie unglaublich viel sie eigentlich zu bieten hat.
Im Gegenteil: Die Tage waren voll, aber nicht überladen. Voll mit Dingen, die ich tatsächlich machen wollte. Ohne Termine, die schon Wochen vorher feststanden. Ohne das Gefühl, irgendwo sein zu müssen.
Ein herrliches Gefühl.
Ich werde wahrscheinlich auch auf meine üblichen „Inspirationen des Monats“ verzichten. Nicht, weil es keine Inspirationen gab, sondern weil ich für mich konsequent bleiben möchte. Diesen Monat ging es gerade darum, weniger von außen aufzunehmen. Weniger Empfehlungen, weniger neue Dinge, weniger „Das musst du sehen, lesen, hören oder ausprobieren“.
So könnte ich natürlich nicht dauerhaft leben. Das wäre auch gar nicht mein Ziel. Ich liebe Inspiration, Reisen, neue Orte, schöne Dinge, Restaurants und all das, was das Leben interessant macht.
Aber manchmal braucht es eine Pause davon.
Eine Pause, in der man wieder hört, was eigentlich von einem selbst kommt – und was nur von außen hereingetragen wird.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich mir diesen ruhigen August gegönnt habe. Und jetzt freue ich mich darauf, den September mit neuer Energie zu begrüßen.
Nicht mit einer langen Liste von Vorsätzen. Einfach mit Ruhe und Lust auf das, was kommt.
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| Der letzte Augusttag. |
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